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Kann aus einer Molkerei ein Wohnstudio werden?

vor 2 Stunden
3 Min. Lesezeit

Genau diese Frage stellte uns unser Kunde Stolz zu Beginn des Projekts. Vor ihm stand ein Gebäude im Lungau, in dem jahrelang Milchprodukte verkauft wurden: der ehemalige Lungauer Molkereimarkt. Fliesen, gelbe Fensterrahmen und eine Architektur, die rein auf Funktion ausgelegt war. Nicht gerade das, was man sich unter einem inspirierenden Wohnstudio vorstellt.

Heute ist daraus ein Schauraum auf drei Ebenen geworden, der schon beim Vorbeifahren Lust aufs Eintreten macht. Hier erzählen wir, wie das gelungen ist und was andere Betriebe daraus für ihr eigenes Umbauprojekt mitnehmen können.





Der Ausgangspunkt: ein Zweckbau ohne Wohngefühl


Das Molkereigebäude war für einen ganz anderen Zweck gebaut. Sterile Fliesen, funktionale Strukturen und ein ehemaliger LKW-Werkstattbereich prägten das Innere. Dazu kamen drei unterschiedliche Höhenniveaus, die bei einem klassischen Showroom eher als Problem gelten würden.


Viele hätten hier an Abriss oder Neubau gedacht. Wir haben uns eine andere Frage gestellt: Was kann dieses Gebäude, was ein Neubau nicht kann?




Mehr als ein Showroom: eine völlig neue Identität


Schnell war klar, dass es nicht reicht, nur die Innenräume neu zu gestalten. Das Gebäude brauchte eine neue Identität, und die Marke Stolz gleich mit dazu.

Deshalb entstand gemeinsam mit dem Schauraum ein komplett neues Corporate Design. Aus der bisherigen Marke entwickelte sich ein moderner Auftritt, vom Logo bis zur Fassade. Heute zeigt sich das Gebäude mit dunkler Fassade und einem holzverkleideten Eingangsbereich. Nichts erinnert mehr an den Zweckbau von früher.



Drei Höhenniveaus werden zum Rundgang


Statt die drei unterschiedlichen Ebenen des Bestandsgebäudes zu verstecken, haben wir sie zum Teil des Konzepts gemacht. Sie führen Besucher heute durch verschiedene Wohnwelten und schaffen einen abwechslungsreichen Rundgang. Jede Ebene hat ihre eigene Stimmung, und hinter jeder Treppe wartet ein neuer Eindruck.

Was anfangs wie eine bauliche Schwäche aussah, ist heute eines der stärksten Erlebnisse im Showroom.




Aus der Werkstatt wird die Aktivküche


Der ehemalige Werkstattbereich, in dem früher LKWs standen, ist heute das Herz des Schauraums: eine Aktivküche. Hier wird gekocht, beraten und gefeiert. Kunden erleben die Küche nicht als Ausstellungsstück, sondern so, wie sie später zu Hause genutzt wird.




Der Showroom beginnt an der Straße


Große Glasflächen öffnen den Schauraum zur stark befahrenen Straßenseite. So wird das Wohngefühl schon beim Vorbeifahren sichtbar, besonders am Abend, wenn der Showroom von innen leuchtet. Denn ein guter Showroom beginnt nicht erst an der Eingangstür.



Was andere Betriebe daraus lernen können


Ob ehemalige Molkerei, Autohaus oder Lagerhalle: Viele Küchenstudios, Möbelhäuser und Tischlereien stehen vor der Frage, ob sich ein bestehendes Gebäude für einen modernen Schauraum eignet. Aus dem Projekt Stolz nehmen wir vier Erkenntnisse mit:


Der Bestand ist eine Chance, kein Hindernis. Ein Gebäude mit Geschichte hat Charakter, den ein Neubau erst mühsam erzeugen muss.


Vermeintliche Schwächen können zu Stärken werden. Unterschiedliche Ebenen, ungewöhnliche Raumhöhen oder alte Werkstattbereiche machen einen Rundgang spannend, wenn man sie bewusst einplant.


Raum und Marke gehören zusammen. Ein neuer Showroom wirkt am stärksten, wenn Logo, Fassade und Innenraum eine gemeinsame Sprache sprechen.


Die Außenwirkung zählt. Wer an einer befahrenen Straße liegt, sollte den Showroom nach außen öffnen, denn jeder Vorbeifahrende ist ein potenzieller Kunde.




Fazit: Ja, aus einer Molkerei kann ein Wohnstudio werden


Aus dem ehemaligen Molkereimarkt ist ein Möbelstudio mit klarer Markenidentität entstanden. Es ist ein Ort, der Kompetenz vermittelt, Emotionen weckt und Menschen zum Eintreten einlädt. Gute Showrooms entstehen nicht zufällig. Sie entstehen, wenn Architektur, Interior Design und Markenidentität von Anfang an gemeinsam gedacht werden.

Alle Bilder des fertigen Schauraums finden Sie in unserem Projekt Stolz.

Sie haben ein Gebäude, bei dem Sie sich dieselbe Frage stellen? Kontaktieren Sie uns. Gemeinsam finden wir heraus, was in Ihrem Bestand steckt.

 
 
 

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